Der Film

Der Film STRUKTURANPASSUNG beobachtet den Alltag in einer “Klinik der Solidarität” in Korydallos, einem Stadtteil von Piräus. Dort haben etwa 80 Nachbarn eine alternative Gesundheitsversorgung im Viertel aufgebaut. Durch dieses Engagement haben Menschen in Not und ohne Krankenversicherung wieder Zugang zu medizinischer Versorgung. In der Klinik werden sie vorurteilslos und unbürokratisch behandelt. Die Arbeit des Kollektivs widmet sich jedoch auch den tausenden Flüchtlingen, die im Zuge der jüngsten Entwicklungen in Europa im Hafen von Piräus gestrandet sind. Im Fokus des Films stehen drei Menschen, die sich in der Gemeinschaft engagieren. STRUKTURANPASSUNG erzählt von der Kraft bedingungsloser Solidarität und Menschlichkeit.

STRUKTURANPASSUNG ist eine Geschichte von europäischer Dimension. Begonnen als Kurzfilm, wuchs das Projekt mit den sich überschlagenden politischen Ereignissen zu einem abendfüllenden Film. Er beginnt mit den Wahlen im Januar 2015 und endet ein Jahr später, im März 2016. Den Hintergrund für STRUKTURANPASSUNG bilden die Neuwahlen, die GREXIT-Debatte und die Fortsetzung der rigorosen Sparpolitik auch unter der SYRIZA-Regierung. Die Klinik wurde mit dem Ziel gegründet, sie sofort zu schließen, wenn alle Menschen wieder Zugang zu einer allgemeinen medizinischen Versorgung haben. Den Protagonisten des Films wird bewusst, dass die Schließung der Klinik noch in weiter Ferne liegt. Obwohl sich ihre eigenen Lebensbedingungen immer mehr verschlechtern, stemmen sie sich mit Lebensfreude und Solidarität gegen alle Widrigkeiten.